Erinnern, Betrauern, Wachrütteln

27.01.2012 09:30 Uhr

Am 27. Januar 2012 wird die Veranstaltung ERINNERN - BETRAUERN - WACHRÜTTELN zum Gedenken an die Opfer der Euthanasie und Zwangssterilisierungen in der NS-Zeit stattfinden. Diese Veranstaltung ist Teil einer langfristig angelegten Veranstaltungsreihe und mittlerweile eine gute Tradition: am nationanlen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus werid den vergessenen und lange tabuisierten Opfern gedacht.
Mehr als 300.000 kranke und behinderte Erwachsene und Kinder wurden im NS-Deutschland systematisch getötet , mehr als 400.000 Menschen zwangssterilisiert.
Das Unfassbare wird heute thematisiert und Gegendstand aktiver Auseinandersetzung mit der dahinter stehenden Ideologie: politisch und wissenschaftlich.
Mit der Veranstaltung wird erneut der Bogen zu den aktuellen ethischen Diskussionen gezogen. Hintergrund ist die Überzeugung, dass die Auseinandersetzung mit den Verbrechen der T4 Programme das ethische Fundament ist, auf dem jede Diskussion über die Ausgestaltung der Hilfesysteme für psychisch beeinträchtigte und/oder behinderter Menschen heute gründen muss.
Die Veranstaltung wird diesmal bewusst den wichtigen Aspekt der Auseinandersetzung mit der Täterperspektiveaufnehmen. vor welchem ideologischen und psychologischen Hintergrund konnte es geschehen, dass Mediziner, Krankenpfleger und Hebammen u. a. die Bereitschaft entwickelten, aktiv dieses Verbrechen der sogenannten Euthanasie umzusetzen.
Regionaler Anknüpfungspunkt in Wismar iat die Tatsache, dass ein Schweriner Arzt, der später an den Tötungen von Wismarer Kindern und Erwachsenen in der Schweriner Nervenklinik an oberster Stelle mitwirkte, einige Schuljahre hier verbracht hatte.
Die Projektgruppe STOLPERSTEINE und Schülerinnen und Schüler der Großen Stadtschule werden in der Andacht in der Winterkirche St. Nikolaiaus historischem Material lesen. Eine Ausstellung zu einzelnen Schicksalen wird im Rathaus gezeigt, wo die Veranstaltung im Bürgerschaftssaal fortgesetzt wird.
Freitag, 27. Januar, 9.30 Uhr Winterkirche St. Nikolai
anschließend ab. 10.45 Uhr im Bürgerschaftssaal im Rathaus

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Unterzeichner

Frank Brosig

..wünsche mir, dass sich Menscher vieler Nationen und Kulturen hier heimisch fühlen