Als Staats- und Deutschbanker im Dienste des Kapitals
07.06.2010
Am 07. Juni wird Edgar Most auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung und von Attac Wismar aus seinem Buch "Fünfzig Jahre im Auftrag des Kapitals" lesen und das Gespräch mit seinen Gästen suchen. Der Autor, 67 Jahre, hatte mehr als 50 Jahre beruflich mit Geld zu tun: In der DDR war der gebürtige Thüringer mit 24 Jahren der jüngste Bankdirektor, an ihrem Ende war er Vizepräsident der Staatsbank. Nach der Wiedervereinigung stieg er zum Chef der Deutschen Bank in Berlin und damit zum höchsten Deutschbanker aus dem Osten auf. Er kennt das Finanzwesen in beiden Teilen Deutschlands wie vielleicht kein Anderer. In seinem Buch gewährt er Einblicke in das Berufsleben von Top-Bankern, mit denen er vor und nach der Wende zusammentraf, schildert sie als Menschen mit Stärken und Schwächen und trägt so dazu bei, dass man einen Einblick in die Finanzwelt bekommt, deren Image oft als kalt und menschenverachtend angesehen wird. Aus eigenem Erleben weiß er, wie leichtfertig in der Politik bisweilen mit Milliarden jongliert wird; - interessant deshalb auch seine Einlassungen zu den Ursachen und zur Bewältigung der gegenwärtigen Finanzkrise.
Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Konferenzraum des TGZ, Alter Holzhafen 19. Der Eintritt ist frei; Spenden zugunsten des Projekts Stolpersteine sind willkommen. Die Buchhandlung Peplau wird mit einem Büchertisch anwesend sein.

